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Integrative Tanztherapie Lob des Tanzes   Ich lobe den Tanz, denn er befreit den Menschen von der Schwere der Dinge, bindet den Vereinzelten zur Gemeinschaft.   Ich lobe den Tanz, der alles fordert und fördert: Gesundheit und klaren Geist und eine beschwingte Seele. Tanz ist Verwandlung, des Raumes, der Zeit, des Menschen, der dauernd in Gefahr ist, zu zerfallen, voll und ganz in Hirn, Wille oder Gefühl zu werden.   Der Tanz dagegen fordert den ganzen Menschen, der in seiner Mitte verankert ist, der nicht besessen ist von der Begehrlichkeit nach Menschen und Dingen und von der Dämonie der Verlassenheit im eigenen Ich. Der Tanz fordert den befreiten, den schwingenden Menschen im Gleichgewicht aller Kräfte. Ich lobe den Tanz!   (Verfasser Unbekannt) (Das Zitat wird häufig dem Bischof und Kirchenlehrer Aurelius Augustinus (354–430) zugesprochen, taucht aber Cornelius Mayer (n.d.) zufolge in dessen Schriften nicht auf. „Obgleich schon häufig geschehen, sei nochmals darauf hingewiesen, dass dieser Satz bzw. diese Sätze bei Augustinus, so weit uns dessen Schriften vorliegen, nicht zu finden sind“ .)   Tanztherapie Tanztherapie ist eine psycho- und körpertherapeutische Methode, welche in den vierziger Jahren in den USA entsandten ist. In Deutschland wird sie seit etwa 25 Jahren praktiziert und hat sich auch in Verbindung mit neueren psychotherapeutischen Ansätzen weiterentwickelt (z.b. Integrative Tanztherapie) Tanz war zu allen Zeiten für Menschen ein bedeutsames und elementares Ausdrucksmedium. Tanztherapie hat ihre Wurzeln in uralten Kulturen. Für viele Naturvölker umfasste der Tanz das ganze Leben. Es gab kein Ereignis bei dem nicht getanzt wurde. Er diente zur Kommunikation, zur Selbstdarstellung, als Bewältigungs- und Beschwörungsritual. Und auch schon immer als Heilungs- und Integrationsprozess. Wesentliche Elemente der Tanztherapie sind somit: das Sich-Ausdrücken, das nonverbale Mitteilen, die Anregung der Eigenaktivität und damit das Zurückgewinnen der eigenen Macht über die Ohnmacht und das Erleben und Wahrnehmen des Körpers sowie der Bewegung. Auch heute greift die Tanztherapie zu diesen Wurzeln zurück, hat sich inzwischen aber auch zu einer differenzierten therapeutischen Methode entwickelt, welche ebenso die neusten Erkenntnisse der Psychotherapieforschung nutzt. Integrativen Therapie Der Name dieser Therapieform und das Verfahren wurde in seiner theoretischen Bedeutung von Hilarion Petzold 1965 geprägt und begründet. Für die Wahl des Namens gibt es historische, theoretische und allgemein pragmatische Gründe. Historisch gesehen,basiert die Integrative Therapie auf wesentlichen Konzepten der klassischen Gestalttherapie (nach Fritz und Lore Perls sowie Paul Goodman) , des Psychodrama (nach Jakob, Zerka und Florence Moreno) und der Psychoanalyse (insbesondere Sandor Ferenczi, Michael Balint und Vladimir Iljine). Die Integrative Therapie erweitert und verbindet diese drei Ansätze durch das übergreifende Konzept der Ko-respondenz. “Dies bedeutet, das ein Mensch nicht zu verstehen und nicht zu behandeln ist, wenn er nicht als ko-existierendes Wesen verstanden und behandelt wird. Als Wesen, das immer, auch wenn es allein ist, in Beziehung zu anderen steht und auch auf Beziehung zu anderen angewiesen ist. In Theorie und Praxis beschäftigt man sich mit der Integration von verdrängter und abgespaltener Gefühls-/Erfahrungsbereiche sowie den vielfältigen Ursachen misslingender Integration. Die Theorie der Integrativen Therapie ist “unfertig”:  Diese Unfertigkeit beruht zum einen darauf, das es eine junge Therapieform ist,zum anderen aber, wird es auch als eine spezielle Art von Theoriebildung als Erkenntnisprozess gesehen. Dieser Prozess rechnet immer mit seiner Vorläufigkeit und würde sich selbst behindern, wenn er als Ziel ein fertiges “Gebäude” setzen würde. Und pragmatisch bedeute Integration, das die Klienten unter verschiedenen Perspektiven gesehen werden und dementsprechend auch mit unterschiedlichen Methoden behandelt werden sollten. (z.B. der innere Dynamik, der Lieblichkeit, im sozialem Umfeld , der Lebensgeschichte usw.) Integrativen Tanztherapie Hierunter versteht man die Tanztherapie in Verbindung mit der Integrativen Therapie. Hier findet man also die klassischen Ansätze von z.B. Schoop,Chace, Whitehouse und Espenak in der Auseinandersetzung mit der Integrativen Therapie von Petzold heraus entstehen. Es war insbesondere Trudi Schoop, die mit ihren Gedanken über die Menschen und den Tanz sowie mit ihrer an die Phänomenologie angelehnten Vorgehensweise die Integrative Tanztherapie beeinflusste. Ihre Betonung der Bedeutung des Ausdrucks und der Wiedererarbeitung der menschlichen Ausdrucksfähigkeit durch tänzerische Aufgaben sowie die Betonung der künstlerischen Gestaltung - sowohl im Tanz wie auch im Leben - sind wichtige Grundgedanken, die in die Integrative Tanztherapie aufgenommen wurden.
Psychotherapeutische Heilpraktikerpraxis Psychologische Beratung Gesprächstherapie und Psychoedukation  Tanztherapie und Entspannungsverfahren